In der Welt der Getränke schwirren so viele Mythen und Aberglauben herum wie Eiswürfel in einem Cocktailshaker. Einige dieser Überzeugungen werden von Generation zu Generation weitergegeben, ohne jemals hinterfragt zu werden.

Doch heute nehmen wir einige der bekanntesten Getränkemythen unter die Lupe und enthüllen mit einem Augenzwinkern, was wirklich dahintersteckt.

Mythos 1: Bier auf Wein, das lass sein; Wein auf Bier, das rat‘ ich dir

Dieser Reim ist in vielen Kulturen bekannt und wird oft zitiert, um Kater zu vermeiden. Aber hat dieser Trinkspruch eine wissenschaftliche Grundlage? Die kurze Antwort ist: nein. Studien zeigen, dass es nicht darauf ankommt, in welcher Reihenfolge Sie Ihre Getränke konsumieren. Was wirklich zählt, ist die Gesamtmenge an Alkohol, die Sie zu sich nehmen. Der wahre Grund, warum Sie sich nach einer Nacht des gemischten Trinkens schlecht fühlen, liegt nicht an der Reihenfolge der Getränke, sondern eher daran, dass Sie wahrscheinlich zu viel getrunken haben. Also, ob Bier vor Wein oder Wein vor Bier, das wahre Geheimnis ist: Weniger ist mehr!

Mythos 2: Kaffee entzieht dem Körper Wasser

Ein weiterer häufiger Mythos ist, dass Kaffee, als harntreibendes Mittel, Ihnen mehr Flüssigkeit entzieht, als er zuführt. Obwohl Kaffee tatsächlich harntreibende Eigenschaften hat, haben Studien gezeigt, dass der Flüssigkeitsverlust durch das harntreibende Mittel nicht die Menge an Wasser übersteigt, die in einem typischen Kaffee enthalten ist. Kurz gesagt, Ihr morgendlicher Kaffee trägt tatsächlich zur täglichen Flüssigkeitszufuhr bei und macht Sie nicht dehydriert. Vielleicht können wir jetzt aufhören, uns Sorgen zu machen, dass unsere Kaffeeliebe uns austrocknet!

Mythos 3: Der berühmte «Beer before liquor, never been sicker; liquor before beer, you’re in the clear»

Dieser Trinkspruch ähnelt dem Wein-und-Bier-Reim, aber bezieht sich auf die Kombination von Bier und Spirituosen. Auch hier lautet die wissenschaftliche Konsensantwort: Es ist egal. Der wahre Übeltäter für den Kater ist die Gesamtmenge des konsumierten Alkohols und wie schnell Sie ihn trinken. Alkohol ist Alkohol, und zu viel davon führt zu einem Kater, egal in welcher Reihenfolge. Die Moral von der Geschicht? Trinken Sie klug und in Massen.

Mythos 4: Sekt und Sprudelwasser machen schneller betrunken

Es heisst, kohlensäurehaltige Getränke wie Sekt oder mit Sprudelwasser gemischte Cocktails würden schneller zu Betrunkenheit führen. Tatsächlich gibt es etwas Wahrheit in diesem Mythos. Kohlensäure kann die Aufnahme von Alkohol in Ihrem Blut beschleunigen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sie unbedingt schneller betrunken werden, sondern dass der Alkohol schneller ins Blut gelangt. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal Champagner trinken – es könnte schneller kopfüber gehen, als Sie denken!

Mythos 5: Wodka lässt sich im Atem nicht nachweisen

Viele behaupten, Wodka sei wegen seiner Geruchlosigkeit bei der Wahl der Spirituosen für einen heimlichen Drink ideal. Während es stimmt, dass Wodka weniger Geruch hat als viele andere Spirituosen, kann der menschliche Körper Alkohol nicht verstecken. Alkohol wird über Ihre Lungen, sowie über Ihren Schweiss und Ihren Urin ausgeschieden, was bedeutet, dass kein Alkohol wirklich «geruchlos» ist, wenn es um Ihren Atem geht. Polizeibeamte auf der ganzen Welt nickten gerade zustimmend.

Mythos 6: Ein Schuss Alkohol wärmt Sie auf

Dieses alte Hausmittel wird oft verwendet, um sich in kalten Nächten zu erwärmen. Alkohol kann Ihr Wärmegefühl kurzfristig erhöhen, da er die Blutgefässe erweitert und das Blut näher an die Hautoberfläche bringt. Dies führt jedoch tatsächlich zu einem Verlust der Körperwärme, nicht zu einer Erhöhung. Wenn Sie also das nächste Mal in der Kälte zittern, greifen Sie lieber zu einem Schal statt zu einem Schnaps.

Mythos 7: Mehr Alkohol hilft bei einem Kater

Die Idee, dass der Konsum von mehr Alkohol einen Kater heilen kann, ist weit verbreitet, aber leider eine schlechte Beratung. Während ein morgendlicher Drink die Symptome eines Katers vorübergehend lindern kann, heilt er ihn nicht. Tatsächlich kann es die Erholung nur verzögern. Wasser, Ruhe und vielleicht ein gutes Frühstück sind Ihre besten Freunde, wenn es darum geht, einen Kater zu bekämpfen.

Getränkemythen gibt es zuhauf, und sie können unterhaltsam sein, aber es ist immer gut, ein wenig skeptisch zu sein. Das nächste Mal, wenn Sie an der Bar sind oder einen Kaffee schlürfen, erinnern Sie sich daran, dass nicht alles, was man hört, auch wahr ist.

Cheers auf die Wissenschaft und den gesunden Menschenverstand!

Foto wurde mit KI-Technologie generiert.