Wenn es draussen kühler wird: Getränke für Herbstabende

Wenn es draussen kühler wird, schmecken warmer Apfelpunsch, würziger Glühwein oder ein Tee mit Zimt und Ingwer besonders gut.

Dafür braucht es weder einen gut gefüllten Barschrank noch viel Aufwand. Ein paar gute Zutaten reichen meistens aus. Und etwas Zurückhaltung beim Würzen – schliesslich soll man den Apfel, den Wein oder die Schokolade noch schmecken.

Glühwein braucht keinen teuren Wein – aber einen guten

Beim Glühwein lohnt es sich, auf die Grundlage zu achten. Nehmen Sie einen Rotwein, den Sie auch ohne Zucker und Gewürze gerne trinken würden. Ein unkomplizierter, fruchtiger Wein eignet sich gut; eine kostbare Flasche muss es dafür nicht sein.

Dazu kommen Zimt, wenige Nelken und etwas Orangenschale. Verwenden Sie dafür eine Orange mit unbehandelter, zum Verzehr geeigneter Schale und waschen Sie sie gründlich. Bei Sternanis genügt wenig, sonst überdeckt er schnell die übrigen Aromen.

Erwärmen Sie den Wein langsam und lassen Sie die Gewürze ziehen, ohne ihn zu kochen. Süssen Sie erst zum Schluss. Oft braucht es weniger Zucker, als man zunächst denkt.

Wer keinen Rotwein mag, kann die gleiche Idee mit einem fruchtigen Weisswein ausprobieren. Dazu passen Apfelstücke, Zitrone und etwas Zimt. Weitere Hinweise finden Sie in unserem Beitrag Glühwein selber machen.

Apfelpunsch: auch ohne Alkohol einen Versuch wert

Naturtrüber Apfelsaft bringt bereits viel Geschmack mit. Zusammen mit einer Zimtstange, zwei oder drei Nelken und etwas Zitronensaft wird daraus ein unkomplizierter Punsch. Falls er Ihnen zu süss ist, verdünnen Sie ihn mit Wasser oder einem milden Tee.

Für eine kleine Runde können Sie einen Liter Apfelsaft mit den Gewürzen langsam erhitzen und etwa zehn Minuten ziehen lassen. Danach abschmecken und die Gewürze herausnehmen. Ein paar dünne Ingwerscheiben geben dem Punsch eine leichte Schärfe.

Für eine Variante mit Alkohol ersetzen Sie einen Teil des Safts durch Apfelwein. Den alkoholfreien Punsch können Sie aber genauso gut als Grundrezept für alle Gäste vorbereiten und den Apfelwein separat anbieten.

Praktisch ist dieses Getränk vor allem dann, wenn Besuch kommt: Der Punsch lässt sich vorbereiten und muss später nur noch erwärmt werden.

Kaffee mit Kürbis? Das funktioniert tatsächlich

Beim Kürbis-Gewürz-Latte denkt man schnell an grosse Kaffeebecher und reichlich Sirup. Zu Hause lässt er sich weniger süss zubereiten. Der Kürbis gibt der Milch eine leicht sämige Konsistenz, während Kaffee und Gewürze den Geschmack bestimmen.

Für eine grosse Tasse verrühren Sie etwa einen Esslöffel fein pürierten, gegarten Kürbis mit 200 Millilitern Milch oder einem Haferdrink. Dazu kommen etwas Zimt, eine kleine Prise Muskatnuss und nach Belieben wenig Zucker oder Ahornsirup. Erwärmen Sie die Mischung und rühren Sie sie mit einem Schneebesen glatt. Anschliessend giessen Sie sie zu einem frisch zubereiteten Espresso.

Am besten verwenden Sie ungewürztes Kürbispüree. Wenn Sie ohnehin Kürbis im Ofen garen, können Sie dafür ein kleines Stück beiseitelegen. Eine Haube Schlagrahm passt dazu, ist aber keineswegs nötig.

Heisse Schokolade, die nach Schokolade schmeckt

Eine gute heisse Schokolade braucht wenig Verzierung. Entscheidend ist, dass sie nicht nur süss schmeckt.

Für zwei Tassen erwärmen Sie einen halben Liter Milch und lösen darin etwa 60 bis 80 Gramm fein gehackte dunkle Schokolade auf. Rühren Sie regelmässig um und probieren Sie die Mischung, bevor Sie zusätzlich süssen. Je nach Schokolade ist das gar nicht nötig.

Zimt passt gut dazu. Auch eine winzige Prise Chili kann interessant sein – geben Sie zunächst lieber zu wenig als zu viel hinein. Wer es cremiger mag, ersetzt einen kleinen Teil der Milch durch Rahm.

Übrigens lässt sich auch mit ungesüsstem Kakaopulver eine gute heisse Schokolade zubereiten. Rühren Sie es zuerst mit etwas Zucker und wenig warmer Milch zu einer glatten Paste an. So vermeiden Sie Klümpchen, wenn die restliche Milch dazukommt.

Birne und Ingwer zum Apéro

Nicht jedes Herbstgetränk muss heiss sein. Gerade zum Apéro passen Birne und Ingwer gut zusammen: Die Birne bringt Süsse mit, der Ingwer etwas Schärfe.

Für ein Glas geben Sie etwa vier Zentiliter Birnensaft und einen Teelöffel Ingwersirup auf Eis. Füllen Sie mit acht bis zehn Zentilitern trockenem Prosecco auf und rühren Sie vorsichtig um. Ein kleiner Spritzer Zitronensaft sorgt dafür, dass der Drink nicht zu süss wird.

Ohne Alkohol gelingt die Mischung mit Mineralwasser anstelle von Prosecco. Beginnen Sie dann mit etwas weniger Sirup und schmecken Sie nach Ihrem Geschmack ab.

Wenn Sie mehrere Gläser vorbereiten, können Sie Saft, Sirup und Zitrone bereits mischen. Prosecco oder Mineralwasser kommen erst kurz vor dem Servieren dazu, damit die Kohlensäure erhalten bleibt.

Ein malziges Bier zum Essen

Zu einem Pilzgericht, einer Rösti oder einem Eintopf darf es im Herbst auch ein Bier mit etwas mehr Malzcharakter sein. Ein dunkles Lager oder ein Märzen sind dafür mögliche Begleiter. Röstaromen und eine dezente Süsse passen gut zu kräftig gebratenen Speisen.

Es muss also nicht unbedingt ein ausdrücklich als Herbstbier angebotenes Spezialbier sein. Wer neugierig ist, stellt zwei unterschiedliche Biere auf den Tisch und probiert sie zum gleichen Essen. Dabei merkt man schnell, wie unterschiedlich Bitterkeit, Malz und Röstaromen wirken.

Servieren Sie kräftigere Biere nicht eiskalt. Ein wenig Zeit im Glas hilft, ihre Aromen besser wahrzunehmen.

Tee für die späte Stunde

Manchmal möchte man am Abend einfach noch etwas Warmes trinken. Dann braucht es kein Rezept mit zehn Zutaten. Ein Rooibostee mit etwas Vanille oder ein milder Kräuteraufguss genügt.

Wer Gewürztee mag, kann Zimt, Kardamom und eine Nelke einige Minuten in Wasser köcheln lassen. Anschliessend Schwarztee dazugeben, nach dessen Ziehzeit abseihen und mit Milch ergänzen. So lässt sich die Würze selbst bestimmen. Für den späten Abend können Sie den Schwarztee durch Rooibos ersetzen.

Frischer Ingwer mit heissem Wasser ist eine weitere einfache Möglichkeit. Ein Spritzer Zitrone kommt nach dem Ziehen dazu, Honig nach Geschmack.

Ein kleines Glas Eierlikör zum Dessert

Eierlikör hat seinen Platz eher nach dem Essen als in der grossen Tasse. Gut gekühlt, pur oder über einer Kugel Vanilleglace serviert, braucht er nicht viel Begleitung.

Für eine warme Variante können Sie einen kleinen Schuss in eine Tasse heisse Schokolade geben. Reduzieren Sie dann den Zucker, denn der Likör bringt bereits reichlich Süsse mit. Auch zum Kaffee passt er – besonders, wenn das Dessert an diesem Abend klein ausfallen soll.

Für solche Gelegenheiten ist eine fertig gekaufte Flasche unkompliziert. Beachten Sie nach dem Öffnen die Hinweise zur Lagerung und Haltbarkeit auf dem Etikett.

Ein Topf Apfelpunsch auf dem Herd, ein paar Tassen und etwas Zeit: Mehr Vorbereitung braucht es für einen gemütlichen Herbstabend oft nicht.

Beitragsbild: mit KI erstellt.

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